Die Kasse am Tresen — auf dem Tablet, das du schon hast
Artikel antippen, kassieren, Bon drucken. Die Registerkasse von GastroSystem läuft auf demselben Gerät wie deine Bestellungen, mit derselben Speisekarte und denselben Preisen. Bar, EC-Karte oder beides geteilt, Rabatt und Trinkgeld, freie Artikel, geparkte Verkäufe. Dazu ein Kassenbuch, das Einlage, Entnahme und Kassensturz sauber führt, und ein Tagesabschluss, der den Z-Bon direkt ausdruckt — ohne zweite Kasse, ohne zweiten Vertrag.
Antippen statt tippen — Artikelraster mit Nummern und Favoriten
Die Kasse zeigt deine Speisekarte als Raster: Kategorie wählen, Artikel antippen, fertig. Wer die Artikelnummern im Kopf hat, tippt „400" ins Suchfeld und trifft die Pizza Parma sofort. Mengen gehen über die Multiplikatoren ×2 bis ×10, statt zehnmal auf dieselbe Kachel zu tippen. Was oft über den Tresen geht, markierst du als Favorit und hast es ohne Kategoriewechsel vorne. Es ist dieselbe Speisekarte wie im Onlineshop — ein Preis, den du einmal änderst, gilt sofort an der Kasse, im Shop und auf dem Bon.
Im Haus oder Außer Haus — die Steuer entscheidet der Kassierer
Ein Griff auf „Im Haus" oder „Außer Haus" setzt den Steuersatz für den ganzen Vorgang: 19 % für den Verzehr an Ort und Stelle, 7 % zum Mitnehmen. Die Kasse rechnet das nicht selbst aus, sondern nimmt die Steuerkategorie, die am Artikel hinterlegt ist — dieselbe, mit der auch deine Online-Bestellungen abgerechnet werden. Fehlt sie bei einem Artikel, sagt dir die Kasse das oben im Bildschirm und bringt dich mit einem Tipp direkt in die Speisekarte, gefiltert auf genau die Artikel, denen sie fehlt.
Bar, Karte oder beides geteilt
Bar mit Rückgeldrechner und den üblichen Scheinen als Schnellwahl, Karte am eigenen Girocard-Terminal, oder geteilt: ein Teil bar, der Rest mit Karte. Die Kartenzahlung am bankeigenen Terminal wird als solche gebucht und nicht als Bargeld — das klingt nach einer Kleinigkeit, entscheidet aber darüber, ob dein Kassenbestand am Abend stimmt und ob der Kartenumsatz in der Auswertung an der richtigen Stelle steht. Wer das Terminal seiner Bank nutzt, schaltet die Zahlart einmal frei und kassiert ab da getrennt.
Rabatt, Trinkgeld, freie Artikel und die Rechnung auf Wunsch
Rabatt auf den ganzen Bon oder eine einzelne Position, Trinkgeld als eigener Betrag, und für alles, was nicht auf der Karte steht, ein freier Artikel mit eigenem Preis und eigenem Steuersatz. Fragt ein Gast nach einer Rechnung auf die Firma, trägst du Rechnungsadresse und USt-IdNr. ein — an der Kasse wird die vollständige Anschrift gedruckt, damit der Vorsteuerabzug hält, unabhängig von der 250-€-Grenze für Kleinbetragsrechnungen.
Geparkte Verkäufe und Letzte Bons
Der Gast am Tresen sucht sein Portemonnaie, hinter ihm stehen drei Leute: Verkauf parken, den nächsten kassieren, danach zurückholen. Unter „Letzte Bons" liegt der Tagesverlauf mit Belegnummer, Uhrzeit, Zahlart und Bediener — von dort druckst du einen Bon nach, wenn der Gast ihn doch noch will, oder stornierst einen Vorgang.
Storno, wie das Finanzamt ihn verlangt
Ein Storno löscht bei uns nichts. Er erzeugt einen zweiten Beleg mit umgekehrten Vorzeichen, der neben dem Original in der Bon-Liste steht und sich genauso nachdrucken lässt. Das ist keine Bequemlichkeit, sondern § 146a AO: aufgezeichnete Vorgänge dürfen nicht verändert werden. Für dich heißt das, dass sich die beiden Belege in jeder Auswertung gegenseitig aufheben und niemand später erklären muss, warum eine Belegnummer fehlt.
Das Kassenbuch führt sich mit
Wechselgeld rein ist eine Einlage, Geld für den Getränkelieferanten raus ist eine Entnahme, und der Kassensturz hält fest, was tatsächlich in der Lade lag. Der Soll-Bestand rechnet den Übertrag aus den Vortagen mit — was gestern abends liegen blieb, erwartet die Kasse heute früh auch noch. Weicht die Zählung ab, verlangt die Kasse einen Grund dafür, bevor sie bucht: § 146 AO will die Differenz nachvollziehbar, nicht wegdiskutiert.
Tagesabschluss mit Z-Bon aus der Kasse heraus
Am Feierabend zählst du die Lade und schließt den Tag direkt an der Kasse ab. Der Kassensturz wird gebucht, der Z-Bericht mit fortlaufender Nummer erzeugt und gedruckt — mit Bruttoumsatz, Steuersätzen, Bar- und Kartenanteil, Trinkgeld, Stornos und dem gezählten Kassenbestand. Dazu ein Block, den sonst kein Bericht hat: die Warengruppen, also was verkauft wurde und nicht nur, was es eingebracht hat. Wer zwischendurch wissen will, wo er steht, zieht den X-Bericht, der nichts abschließt. Den Tagesabschluss darf nur, wer die Berechtigung dafür hat — den Kassensturz zählen darf jeder an der Kasse.
Warum eine Kasse, die schon alles kennt
Speisekarte für alles
Kasse, Onlineshop und Bon lesen dieselben Artikel und Preise. Eine Änderung, überall gültig.
Extra Hardware
Läuft im Browser auf Tablet, Laptop oder PC und auf dem Handy. Kein Kassenterminal, kein Leasing.
Storno als Gegenbeleg
Kein Löschen, kein Überschreiben — jeder Storno ist ein eigener Beleg mit umgekehrten Vorzeichen.
So kassierst du den ersten Verkauf
Speisekarte anlegen oder importieren
Die Kasse zeigt die Artikel, die schon im System sind. Hast du noch keine Speisekarte, lade sie als PDF oder Foto hoch — die Kategorien, Preise und Steuersätze werden erkannt und du korrigierst nur noch nach.
Steuerkategorie prüfen
Damit „Im Haus" und „Außer Haus" den Steuersatz wirklich umstellen, braucht jeder Artikel eine Steuerkategorie. Die Kasse zeigt dir oben an, bei wie vielen sie fehlt, und bringt dich mit einem Tipp in die gefilterte Liste, wo du sie in einem Rutsch zuweist.
Wechselgeld als Einlage buchen
Trag den Betrag ein, mit dem du die Lade startest. Ab dann rechnet der Soll-Bestand mit — und der Kassensturz am Abend vergleicht gegen eine Zahl, die stimmt.
Kassieren und den Tag abschließen
Artikel antippen, Zahlart wählen, Bon drucken. Am Abend zählst du die Lade, buchst den Tagesabschluss und nimmst den Z-Bon mit in die Buchhaltung.
Passt dazu
TSE & KassenSichV
Was die Kassensicherungsverordnung verlangt und wie die Belegausgabepflicht abgedeckt ist.
Weiterlesen →DSFinV-K-Export
Das vollständige Kassenarchiv für die Kassennachschau — jeder Beleg, jede Position.
Weiterlesen →DATEV-Buchungsstapel
Je Kassenabschluss ein Buchungssatz, im DATEV-Format für den Steuerberater.
Weiterlesen →Bondrucker
Epson-Thermodrucker über Bluetooth oder Netzwerk, Küchen- und Thekendruck getrennt.
Weiterlesen →Dashboard & Reporting
Umsatz nach Zeitraum, Bestseller, Stoßzeiten — Kasse und Onlineshop in einer Auswertung.
Weiterlesen →Häufige Fragen zur Kasse
Brauche ich zusätzliche Kassenhardware?
Nein. Die Kasse läuft im Browser auf einem Tablet, Laptop oder PC und auf dem Handy — auf dem Gerät, auf dem du ohnehin deine Bestellungen annimmst. Für den Bon brauchst du einen Thermodrucker, den du per Bluetooth oder Netzwerk anbindest; eine Kassenlade lässt sich über den Drucker öffnen. Ein Kassenterminal mit Leasingvertrag ist nicht nötig.
Wie stelle ich zwischen 19 % und 7 % um?
Über den Umschalter „Im Haus" / „Außer Haus" oben im Warenkorb. Er gilt für den ganzen Vorgang und zieht den Steuersatz aus der Steuerkategorie, die am Artikel hinterlegt ist. Fehlt diese Kategorie, bleibt der am Artikel gespeicherte Satz stehen und „Außer Haus" ändert für diesen Artikel nichts — deshalb weist die Kasse oben aus, bei wie vielen Artikeln sie fehlt, und führt dich direkt zur gefilterten Liste.
Kann ein Gast teils bar und teils mit Karte zahlen?
Ja. Bei der Teilzahlung gibst du den Barbetrag an, den der Gast auf den Tresen legt; der Rest geht über die Karte. Der Barteil steht fest, weil er in der Lade liegt — der Kartenteil ist der Rest, weil erst das Terminal bestätigt, was tatsächlich durchgeht. Beide Teile landen als getrennte Positionen am Beleg und in der Auswertung.
Wie funktioniert ein Storno?
Du öffnest „Letzte Bons", wählst den Verkauf und stornierst ihn. Es entsteht ein zweiter Beleg mit umgekehrten Vorzeichen, der neben dem Original in der Liste steht und sich nachdrucken lässt — der ursprüngliche Bon bleibt unverändert erhalten. Das verlangt § 146a AO so: einmal aufgezeichnete Vorgänge dürfen nicht nachträglich geändert oder gelöscht werden. In jeder Summe heben sich die beiden Belege gegenseitig auf.
Was passiert mit Bargeld, das ich aus der Kasse nehme?
Buch es als Entnahme, sonst erwartet die Kasse es am nächsten Morgen noch in der Lade. Der Soll-Bestand führt den Übertrag über die Tage fort — was abends nicht abgeführt wurde, ist am nächsten Tag Teil des erwarteten Bestands. Einlage, Entnahme und Kassensturz stehen mit Betrag, Uhrzeit und Notiz im Kassenbuch.
Was ist der Unterschied zwischen X-Bericht und Z-Bericht?
Der X-Bericht ist eine Zwischenabfrage: er zeigt den Stand, schließt aber nichts ab und lässt sich beliebig oft ziehen — etwa beim Schichtwechsel. Der Z-Bericht ist der Tagesabschluss, fortlaufend nummeriert, und er schließt den Zeitraum. Beide zeigen Bruttoumsatz, Steuersätze, Bar- und Kartenanteil, Trinkgeld und Stornos; dazu die Warengruppen, also die verkauften Mengen und nicht nur die Erlöse.
Muss die Kassenzählung aufgehen?
Sie muss nicht aufgehen, aber die Differenz braucht einen Grund. Weicht der gezählte Bestand vom Soll ab, verlangt die Kasse eine Angabe, bevor sie den Kassensturz bucht — § 146 AO will Kassendifferenzen nachvollziehbar dokumentiert. Der Betrag und deine Begründung stehen danach im Kassenbuch und im Tagesabschluss.
Wer darf den Tagesabschluss machen?
Das hängt an der Berechtigung. Wer an der Kasse steht, darf kassieren und die Lade zählen; den Tag abschließen und den Z-Bon erzeugen darf nur, wer die Finanz-Berechtigung dafür hat. Der Grund ist schlicht, dass ein Tagesabschluss sich nicht zurücknehmen lässt.
Landen Kassenverkäufe im Bestellmonitor der Küche?
Der Verkauf gilt mit dem Kassieren als abgeschlossen und taucht nicht als offener Auftrag auf dem Board auf — der Gast steht schließlich schon mit der Ware da. Die Küche bekommt trotzdem ihren Bon, wenn du einen Küchendruck eingerichtet hast: der Vorbereitungsbeleg wird beim Kassieren gedruckt.
Sind Kassenumsätze in der normalen Auswertung enthalten?
Ja. Dashboard, Tages- und Monatsauswertung, Z-Bericht und die Exporte zählen Kassenverkäufe und Online-Bestellungen zusammen und weisen sie zusätzlich getrennt aus. Du siehst also sowohl den Gesamtumsatz als auch, wie viel davon über den Tresen und wie viel über den Shop lief.