Wechsel-Guide 2026

Lieferando kündigen und in 7 Tagen ein eigenes Bestellsystem starten

Jeder Monat bei Lieferando kostet eine durchschnittliche Pizzeria rund 1.000 € Provision. Wir zeigen, wie Sie in einer Woche auf Ihr eigenes, provisionsfreies Bestellsystem wechseln — ohne Stammkunden zu verlieren.

Was bedeutet „Lieferando-Wechsel" konkret?

Ein Lieferando-Wechsel ist der Umzug Ihres Online-Bestellgeschäfts von der Lieferando-Plattform auf eine eigene, provisionsfreie Bestellseite. Sie kündigen Ihren Restaurant-Partnervertrag mit Just Eat Takeaway.com (Lieferando) unter Einhaltung der Kündigungsfrist aus den Lieferando-AGB, übernehmen Speisekarte, Öffnungszeiten und Lieferzonen in ein eigenes Bestellsystem und leiten Ihre Stammkunden aktiv auf die neue Adresse um. Typische Fristen liegen bei 30 Tagen zum Monatsende. Bei einer guten Vorbereitung ist der Wechsel in sieben Arbeitstagen abgeschlossen — inklusive Speisekarten-Import, Zahlungsanbindung, Google-Business-Update und internem Soft-Launch.

Quellen & Grundlagen: Lieferando Restaurant-AGB · Just Eat Takeaway Investor Relations · DEHOGA — Plattformökonomie · Bundeskartellamt — Plattformmärkte

Provisionsrechner: So viel kostet Lieferando pro Jahr

Geben Sie Ihren durchschnittlichen Monatsumsatz über Lieferando ein. Wir rechnen aus, wie viel Provision Sie in zwölf Monaten verlieren — und was Sie mit GastroSystem davon zurückholen.

Ihre Provision an Lieferando pro Jahr

Provision pro Monat
Angenommener Provisionssatz
Ersparnis mit GastroSystem (12 Mo.)

Der 7-Tage-Wechselplan

Wir haben diesen Plan mit über 40 Gastronomen getestet. Sie müssen an keinem Tag mehr als zwei Stunden investieren — den Rest übernehmen wir.

  1. Tag 1 Kickoff

    Kickoff-Call und Bestandsaufnahme

    Gemeinsamer 45-Minuten-Call: aktuelles Lieferando-Setup, Speisekartenumfang, Lieferzonen, Öffnungszeiten, Zahlungsarten, bestehende Domain. Am Ende des Tages haben wir alle Daten, die wir für den Import brauchen.

  2. Tag 2 Speisekarte

    Speisekarten-Import und Fotos

    Wir übernehmen Ihre komplette Speisekarte inklusive Varianten, Beilagen, Allergenen und Preisen. Bestehende Produktfotos werden importiert und für Mobile optimiert. Sie bekommen am Abend eine Vorschau zum Freigeben.

  3. Tag 3 Lieferzonen

    Lieferzonen, Preise und Zahlungsanbindung

    Lieferzonen nach Postleitzahl oder Radius, Mindestbestellwerte, Lieferkosten, Stoßzeitenzuschläge. Anbindung an Stripe oder PayPal für Online-Zahlung — Auszahlung kommt direkt auf Ihr Konto, ohne Plattform dazwischen.

  4. Tag 4 Domain & SEO

    Eigene Domain und Google Business Profile

    Wir binden Ihre bestehende Domain an (oder registrieren eine neue) und aktualisieren Ihr Google-Business-Profil mit dem neuen Bestelllink. Das bringt sofort organischen Traffic aus der lokalen Google-Suche — ohne Plattformabhängigkeit.

  5. Tag 5 Hardware

    Bondrucker-Setup und Team-Schulung

    Bondrucker und Küchendrucker werden eingerichtet, eingehende Bestellungen landen automatisch in der Küche. Einstündiges Training für Ihr Team: Bestellannahme, Stornos, Tagesabschluss. Alle Kassenfunktionen sind TSE-konform.

  6. Tag 6 Soft-Launch

    Interner Soft-Launch und Testbestellungen

    Sie machen intern Testbestellungen — vom Klick bis zum Bondrucker. Gemeinsam prüfen wir Öffnungszeiten, Pausenregeln, Feiertage und Notfall-Deaktivierung. Kleine Korrekturen werden noch am selben Tag umgesetzt.

  7. Tag 7 Go-Live

    Go-Live und Stammkunden-Aktivierung

    Live-Schaltung am Morgen. Parallel verschicken wir Ihre Launch-Kommunikation: SMS oder E-Mail an Bestandskunden, Aufkleber mit QR-Code für die Theke, Flyer-Vorlage für Lieferungen. Ab Tag 7 landen alle Bestellungen provisionsfrei direkt bei Ihnen.

Was Sie in 12 Monaten sparen — drei Szenarien

Realistische Szenarien für Pizzeria, Döner-Laden und Lieferdienst. Basis: 13 % Lieferando-Provision für Selbstlieferer, GastroSystem-Flatrate ab 79 € netto pro Monat.

Szenario Lieferando (12 Mo.) GastroSystem (12 Mo.) Ersparnis pro Jahr
Kleiner Imbiss — 3.000 € Online-Umsatz / Monat 4.680 € 3.588 € 1.092 €
Mittlere Pizzeria — 8.000 € Online-Umsatz / Monat 12.480 € 3.588 € 8.892 €
Größerer Lieferdienst — 15.000 € Online-Umsatz / Monat 23.400 € 3.588 € 19.812 €

Stand: April 2026. Berechnung: 13 % Provision × Monatsumsatz × 12 Monate vs. GastroSystem-Flatrate ab 79 € × 12 Monate. Bei Plattform-Lieferung (bis 30 % Provision) fallen die Ersparnisse deutlich höher aus.

Kündigungs-Checkliste: So kündigen Sie Lieferando sauber

Arbeiten Sie diese fünf Schritte in der Reihenfolge ab. So stellen Sie sicher, dass Ihre Kündigung wirksam ist und nahtlos in den neuen Bestellbetrieb übergeht.

  1. Kündigungsfrist im Lieferando-Vertrag prüfen

    Ihr Restaurant-Partnervertrag enthält die Kündigungsfrist — in der Regel 30 Tage zum Monatsende (Stand April 2026, Lieferando-Restaurant-AGB §10). Kündigen Sie zu früh im Monat, verlängert sich die Frist nicht; kündigen Sie zu spät, verlieren Sie einen Monat. Prüfen Sie den exakten Wortlaut in Ihrem Vertrag.

  2. Kündigung schriftlich per E-Mail und Einschreiben

    Senden Sie die Kündigung an die im Vertrag genannte Adresse (üblicherweise restaurants@lieferando.de) und per Einschreiben an Just Eat Takeaway.com Germany. Zwei Wege, ein Beweis. Nennen Sie Restaurant-ID, Adresse und gewünschtes Vertragsende.

  3. Eingangsbestätigung verlangen und aufbewahren

    Fordern Sie eine schriftliche Bestätigung des Kündigungseingangs und des Vertragsendes an. Ohne Bestätigung läuft die Frist gegen Sie. Wir stellen Ihnen eine Muster-Kündigung und einen Antworten-Tracker zur Verfügung.

  4. Parallelbetrieb planen — nicht zu früh abschalten

    Kündigen Sie Lieferando erst, wenn GastroSystem live ist. Der parallele Betrieb überschneidet sich typischerweise um 7–14 Tage. In dieser Zeit bewerben Sie aktiv den neuen Bestellkanal an Ihre Stammkunden, bevor die Lieferando-Seite abgeschaltet wird.

  5. Offene Rechnungen, Abrechnungen und Datenexport

    Ziehen Sie vor dem Vertragsende Ihre letzten Abrechnungen, offenen Auszahlungen und Bestelldaten aus dem Lieferando-Backend. Nach Vertragsende ist der Zugriff eingeschränkt. Bewertungen und Kundendaten gehören Lieferando — eine Übernahme in GastroSystem ist rechtlich nicht möglich.

Fünf Wechsel-Risiken — und wie wir sie lösen

Der häufigste Grund, bei Lieferando zu bleiben, ist Angst vor dem Wechsel. Hier sind die fünf realen Risiken und wie GastroSystem sie abfängt.

Risiko

Stammkunden verlieren

Kunden bestellen bei Lieferando, weil es bequem ist. Wenn Sie abschalten, wechseln sie womöglich zum nächsten Restaurant auf der Plattform statt zu Ihnen.

Lösung

Aktive Migration statt stilles Abschalten

Wir liefern Ihnen eine fertige SMS- und E-Mail-Kampagne, QR-Code-Aufkleber für Theke und Bestellungen sowie eine Google-Ads-Vorlage. Typische Rückhol-Quote: 70–85 % der Bestandskunden in den ersten vier Wochen.

Risiko

SEO und Google-Sichtbarkeit verlieren

Lieferando-Restaurantseiten ranken bei Google — fällt diese Seite weg, verschwindet Ihr Online-Ranking im schlimmsten Fall mit.

Lösung

Eigene Domain plus Google Business Profile

Ihre eigene Domain und ein korrekt eingerichtetes Google-Business-Profil erzeugen lokal sehr viel stärkere Signale als ein Listing-Eintrag. Wir setzen strukturierte Daten (Restaurant-Schema, Menu-Schema) automatisch.

Risiko

Google- und Plattform-Bewertungen

Lieferando-Bewertungen gehören Lieferando und lassen sich rechtlich nicht exportieren. Ein Wechsel fühlt sich an wie bei Null anzufangen.

Lösung

Google-Reviews sind unabhängig

Ihre Google-Business-Bewertungen gehören Ihnen und bleiben bestehen — unabhängig von Lieferando. GastroSystem hat einen automatisierten Review-Flow: Nach jeder Bestellung wird höflich um eine Google-Bewertung gebeten.

Risiko

Bestellhistorie und Kundendaten

Jede Lieferando-Bestellung gehört datenrechtlich dem Kunden und Lieferando, nicht dem Restaurant. Exportieren kann man praktisch nichts.

Lösung

Ab dem ersten Tag eigene Daten

Ab Go-Live landen alle Bestelldaten, Kundenadressen (mit Einwilligung) und Umsätze in Ihrem eigenen Dashboard. DSGVO-konform, mit Export-Funktion und voller Hoheit über Remarketing.

Risiko

Technische Ausfälle und Bestellvolumen-Spitzen

Lieferando hat ein eingespieltes System. Ein eigenes Bestellsystem muss auch an Silvester und Bundesliga-Abenden durchhalten.

Lösung

Cloud-Infrastruktur mit automatischer Skalierung

GastroSystem läuft auf redundanter Cloud-Infrastruktur. Bei Lastspitzen skalieren wir automatisch. Deutscher Rechenzentrumsstandort, 99,9 % Uptime-SLA und 24/7-Monitoring sind Standard — nicht Premium.

Warum Gastronomen nach dem Wechsel bleiben

GastroSystem ist kein Plattform-Klon. Es ist ein eigenes Bestell- und Kassensystem, das Ihnen gehört — mit einem Festpreis statt Umsatzbeteiligung.

0 % Provision, ab 79 € Flatrate

Egal ob 100 oder 10.000 Bestellungen pro Monat — Sie starten bei 79 € netto. Keine Transaktionsgebühr, keine Umsatzbeteiligung, keine Staffelpreise, keine versteckten Zusatzmodule.

Direkte Auszahlung auf Ihr Konto

Stripe oder PayPal zahlen direkt auf Ihr Geschäftskonto aus — typischerweise D+1. Kein „Lieferando-Auszahlungsplan", keine Sicherheitseinbehalte, keine Gutschrift-Logik. Ihr Umsatz ist Ihr Umsatz.

Monatlich kündbar, kein Lock-in

Keine Mindestvertragslaufzeit. Wenn GastroSystem für Sie nicht passt, kündigen Sie zum Monatsende — ohne Rückzahlung, ohne Exit-Gebühr. Wir wollen Sie überzeugen, nicht binden.

Häufige Fragen zum Lieferando-Wechsel

Die acht Fragen, die uns Gastronomen vor dem Wechsel am häufigsten stellen.

Kann ich bei Lieferando und GastroSystem parallel sein?

Ja, und das empfehlen wir sogar ausdrücklich. In den ersten zwei bis vier Wochen laufen beide Systeme parallel. Sie gewinnen Zeit, Stammkunden aktiv auf den neuen Bestellkanal umzuleiten, und vermeiden Umsatzeinbrüche. Erst wenn GastroSystem stabil läuft und Ihre Kunden den Wechsel mitgemacht haben, kündigen Sie Lieferando zum nächsten zulässigen Termin.

Wie lange ist die Lieferando-Kündigungsfrist?

Nach unserer Einsicht in die aktuellen Lieferando-Restaurant-AGB (Stand April 2026) beträgt die ordentliche Kündigungsfrist 30 Tage zum Monatsende. Das heißt: Wenn Ihre Kündigung z. B. am 10. Mai eingeht, endet der Vertrag zum 30. Juni. Prüfen Sie immer den exakten Wortlaut in Ihrem individuellen Vertrag — Sonderkonditionen können abweichen.

Was passiert mit meinen Google-Bewertungen?

Ihre Google-Business-Bewertungen gehören Ihnen und bleiben unverändert bestehen. Nur die plattforminternen Lieferando-Bewertungen sind an das Lieferando-Profil gebunden und nicht exportierbar. Da Google-Reviews in der lokalen Suche deutlich mehr Einfluss auf Ihren Umsatz haben als Plattform-Bewertungen, ist der Verlust der Lieferando-Reviews in der Praxis kleiner, als er sich anfühlt.

Verliere ich meinen Eintrag in der Lieferando-Such-App?

Ja. Mit dem Vertragsende wird Ihr Restaurant aus der Lieferando-App und -Website entfernt. Dieser Verlust wird überbewertet: Studien aus dem Plattform-Ökosystem (u. a. Bundeskartellamt-Bericht zur Plattformökonomie) zeigen, dass ein Großteil der Bestellungen ohnehin von Kunden kommt, die den Namen Ihres Restaurants direkt suchen — und diese Kunden finden Sie auch über Google.

Wer übernimmt den Import meiner Speisekarte?

Wir. Unser Onboarding-Team übernimmt die komplette Speisekarte einschließlich Varianten, Beilagen, Allergenen und Preisen innerhalb von 24 Stunden nach Kickoff. Sie bekommen am Abend des zweiten Tages eine Vorschau zur Freigabe. Spätere Änderungen machen Sie selbst in unter einer Minute pro Produkt — oder wir übernehmen auf Zuruf.

Kommen die Bestellungen genauso zuverlässig rein wie bei Lieferando?

Ja. Bestellungen gehen direkt auf Ihren Bondrucker (wir unterstützen Epson, Star, Citizen) und parallel in eine Tablet-App für Ihr Team. Bei jeder neuen Bestellung gibt es ein akustisches Signal, automatische Annahme oder manuelle Bestätigung sind konfigurierbar. Ausfälle werden durch ein redundantes Setup auf deutschen Rechenzentren abgefangen.

Was kostet der Wechsel wirklich — gibt es versteckte Gebühren?

Der Wechsel selbst ist kostenlos: keine Setup-Gebühr, kein Onboarding-Entgelt, keine Schulungsgebühr. Ab Go-Live starten Sie bei 79 € netto pro Monat (Wachstum 179 €, Scale 299 €). Optionale Hardware (Bondrucker, Tablet) kann dazugebucht oder separat gekauft werden; für bestehende Drucker fallen keine zusätzlichen Lizenzkosten an. Zahlungsanbieter wie Stripe oder PayPal haben ihre eigenen Transaktionsgebühren, die direkt zwischen Ihnen und dem Anbieter abgerechnet werden.

Was, wenn meine Stammkunden trotzdem bei Lieferando bestellen wollen?

Das passiert in den ersten Wochen bei einem Teil der Kunden. Unsere Kommunikations-Vorlagen adressieren genau diesen Punkt: ein 10 %-Gutschein für die erste Bestellung im neuen System, sichtbare QR-Codes in der Verpackung und ein freundlicher Hinweis auf dem Lieferbon. Nach unserer Erfahrung wechseln 70–85 % der Stammkunden in den ersten 4 Wochen; der Rest folgt, sobald Lieferando abgeschaltet wird.

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Schicken Sie uns kurz Ihre aktuellen Lieferando-Zahlen — wir rechnen Ihnen verbindlich aus, wie viel Sie im ersten Jahr sparen und wie der Wechsel in Ihrem Fall konkret aussieht. 30 Minuten, kostenlos, ohne Verpflichtung.

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